Island Info

Island ist eine vulkanische Insel im Nordatlantik, 300 km östlich von Grönland und 900 km westlich von Norwegen. Die Hauptinsel liegt knapp südlich des nördlichen Polarkreises und hat eine Fläche von 103.000 km2. Das entspricht ungefähr der Größe der ehemaligen DDR.

Mehr als 10 Prozent der Landfläche sind mit Gletschern bedeckt, darunter der Vatnajökull, der größte Gletscher Europas. Wegen des vulkanischen Ursprungs bietet Island Naturschauspiele wie eruptierende Geysire, natürliche heiße Quellen und bizarre Lavafelder soweit das Auge reicht. Islands vulkanische Aktivität machte internationale Schlagzeilen, als 2010 der Vulkan Eyjafjallajökull und 2011 der Vulkan Gímsvötn ausbrachen. Islands zahlreiche Flüsse und Wasserfälle werden benutzt, um günstige und umweltfreundliche hydroelektrische Energie zu gewinnen.

Islands Klima ist ozeanisch kühl mit relativ mildem Winter und kühlem Sommer. Dank des Golfstromes herrschen an den Küsten gemäßigtere Temperaturen und die Winter sind weniger hart als in ähnlichen Breitengraden.

Die isländische Landschaft ist geprägt von den Kräften der Natur und reicht von tief eingeschnittenen Fjorden über schwarze Sandstrände, schneebedeckte Berge und atemberaubende Wasserfälle bis zu vulkanischen Wüsten. Islands Natur ist größtenteils unberührt, da die Insel sehr dünn besiedelt ist.

Island hat 320.000 Einwohner, von denen zweidrittel im Großraum Reykjavík leben. Die offizielle Sprache ist Isländisch, das mit anderen skandinavischen Sprachen wie Norwegisch, Schwedisch und Dänisch verwandt ist. Englisch wird viel gesprochen und verstanden. Die isländische Bevölkerung ist mit fast 40% unter 18 Jahren recht jung. Island rühmt sich auch einer der höchsten Geburtenraten Europas, die dem Land ein stabiles Bevölkerungswachstum beschert.

Die Geschichte Islands begann im 9. Jahrhundert durch die Besiedelung irischer Mönche. Bald darauf kamen die Wikinger unter der Führung von Ingólfur Arnarson, der 874 die erste dauerhafte altnordische Siedlung in der Nähe von Reykjavík errichtete. Die Jahre nach der Landnahme werden in den berühmten Isländersagas beschrieben, von denen die meisten im 13. Jahrhundert geschrieben wurden. In den darauffolgenden Jahrhunderten fiel Island zuerst unter die norwegische, dann unter die dänische Krone. 1944 erklärte Island seine Unabhängigkeit von Dänemark und wurde eine parlamentarisch-demokratische Republik.

Heute gehört Island zu den reichsten und am weitesten entwickelten Ländern der Welt, und mit dreiviertel des Energieverbrauchs aus Wasserkraft und Geothermie auch zu den saubersten. Island hat eine blühende Kunstszene und ein pulsierendes Kulturleben. Dies zeigt sich an den unzählbaren Museen und Kunstgalerien und der neuen Konzerthalle Harpa in Reykjavík, dem größten Gebäude seiner Art in Nordeuropa.